Was is los?

Oh man…Ist es wirklich schon fast ein Jahr her, dass ich hier zuletzt was geschrieben habe?

Wird mal wieder Zeit…Also im Schnelldurchlauf:

Eine tolle Coaching Ausbildung gemacht und den Führerschein. Fahre seit 8 Wochen Auto. Sehr abenteuerlich in Berlin!

Habe mein Dreamteam endlich zusammen, bin in eine Leitungsstufe aufgestiegen und nun Koordinatorin des Bereichs Jugendarbeit, Prävention und Demokratieentwicklung…Habe den Start in die nebenberufliche Freiberuflichkeit als Coach und Beraterin geschafft und das mit einem sehr angenehmen Geschäftspartner…minimales Risiko und maximale Freiheit. Wie es mir prophezeit wurde  ist es gekommen – ich berate in einem Bereich über den ich noch nie nachgedacht hatte … Ich bereite Menschen die ihren Führerschein verloren haben auf dem Weg zur MPU (Medizinisch Psychologische Untersuchung) – vor allem Menschen mit Alkohol oder Drogenproblemen. Das macht mir sehr viel Freude.

Mein Kind wird in ein paar Wochen 18 Jahre alt und wir haben uns in den letzten Monaten wieder einmal gemeinsam ein grosses Stück weiter entwickelt. Nicht immer ohne Kratzer und blaue Flecken aber die meiste Zeit sehr innig, ehrlich und auf Augenhöhe.
Ich stelle fest: irgendwie habe ich das ziemlich gut hinbekommen und einen großartigen Sohn hervor gebracht. All die Zweifel und all die Arbeit an mir selbst haben sich gelohnt. Ich sehe einen Menschen den ich liebe und respektiere, mit dem ich lachen und tiefsinnige Gespräche führen kann…Der noch eine Weile zum Reifen braucht und um zu verstehen das Freiheit auch Verantwortung und Arbeit heisst und das das Spass machen kann…Aber der Weg ist sichtbar und ich bin sehr optimistisch, dass dies ein guter Weg ist.

Mein Mann und ich haben unsere Höhen und Tiefen…Wir leben diese Berg- und Talfahrten zunehmend bewusster und sind einander die Arbeit an der Beziehung noch immer wert. Es ist ein schönes Gefühl diese zunehmende Gewissheit: nach der Distanz kommt die Nähe, nach dem Zweifel kommt die Klarheit…

Die wichtigste Beziehung jedoch ist inzwischen die zu mir selbst. Sanfter, nachsichtiger mit mir zu sein….Meine Schattenseiten zu akzeptieren und meine Sonnenseiten zu feiern…tiefer zu atmen, klarer bei mir zu sein…Das sind die aktuell wichtigsten Aufgaben die ich mir gestellt habe. Und die schwersten. Vielleicht schaffe ich es wieder öfter euch daran teilhaben zu lassen. Vielleicht auch nicht.

Für jetzt ist es gut. Es ist nichts weiter los. Ich gehe schlafen.

Gute Nacht. ..Laya

image

Bollebär

image

PRÜFUNG bestanden

image

Haare…

Ich bin froh, dass es wieder etwas kühler ist. Die Zeit des ständigen Rasurzwanges wird dadurch noch ein bisschen herausgezögert.
Ich hasse es! Wo ist mein Selbstbewusstsein und meine Scheißegalhaltung, wenn ich sie mal brauche?

Was ist an Haaren eigentlich eklig? Und was macht das Beinhaar zu etwas schlimmerem, als das Kopfhaar?

Ich bin froh in einer festen Beziehung mit einem Mann zu leben, der mich so liebt wie ich bin…der nicht (wie früher geschehen), einen Tag nach der Beinrasur die Stoppeln verurteilt…im Winter hab ich also absolute Ruhe…es sei denn, ich will in die Sauna. Da herrscht der gleiche Druck und wohin auch das Auge blicket, Nackschlangen und Frauen die wie kleine Mädchen aussehen (natürlich nur unten rum, oben ist Faltenalarm).

Und wenn Fellverlust so ein super Zeichen für das Fortschreiten der Evolution ist…warum schämen sich dann so viele Männer ihrer Glatzen?

Ich hasse diesen Gruppenzwang. Und noch mehr hasse ich es, dass ich mich nicht traue, mich dem ganzen zu widersetzen.

Neulich fragte ein kleines Mädchen ihre Mutter (während sie mich fixierte): ” Du, Mama, können Frauen auch einen Bart haben?”

Mutti sagte: “Nein!”

Ich beugte mich zu dem kleinen Mädchen runter, schaute ihr in die Augen und sagte: “Doch.”

Ha! Irgendwann schaffe ich es zu mir zu stehen. Ganz sicher.

image

Der Grund…

…es gibt immer einen Grund…warum ich nicht abnehme, keinen Sport mache, nicht schreibe…

Der Grund für einige der o.g. Dinge und für noch einige mehr hat zur Zeit einen Namen: Bolle.

Der Grund heißt Hund. Ja. Wie bin ich darauf gekommen, nach 35 Jahren der Haustierabstinenz, des Nichttierfreundedaseins?

Da kommen einige Faktoren zusammen. Ich habe mich in die Hunderasse Bolonka Zwetna (buntes Schoßhündchen oder auch Zarenhündchen … genaue Übersetzung ist strittig) verliebt. Genauer, in einen Welpen dieser Art. Aber sowohl meine jahrelange Abneigung gegen haarige Vierbeiner in meiner unmittelbarbaren Nähe, als auch mein Mann haben mich davon abgehalten sofort HIER zu schreien.

image

Der Auslöser...hat ein anderes Zuhause gefunden.

Aber was einmal in meinem Wunschdenken verankert ist lässt mich so schnell nicht mehr los.
Zeitgleich realisierte ich, dass es nicht so leicht ist, einen Teenager loszulassen und sich schmerzfrei vom Gluckendasein zu entwöhnen. 16 Jahre lang war mein wichtigster Fokus mein Sohn und ich war und bin gern Mutti.
Ich brauch was zum betüddeln (das war mir lange nicht bewusst, denn ich hab die patchworkfamilienbedingten Kinderfreizeiten immer genossen).

Kurzum: sowohl mein Mann als auch meine innere Stimme waren irgendwann eingelullt und wir haben am 31.1.2015 Bolle im Alter von 14 Wochen zu uns geholt.

image

Was soll ich sagen? Die ersten Wochen waren ständigen Schwankungen zwischen Verzückung und Verzweiflung unterworfen. Mehr als eine Heulattacke und mehr als eine ernsthafte Überlegung den Hund wieder abzugeben haben mich fertig gemacht. Wir hatten keine Ahnung und wollten alles perfekt machen.

Zum Glück hatte ich in 16 (fast 17) Jahren Muttisein einiges gelernt und so haben wir uns schließlich eingegroovt und nach nunmehr vier Monaten wollen wir unser Fellmonster nicht mehr missen. Wir lernen stetig dazu, er entwickelt sich toll und ich frage mich, was ich ohne Hund den ganzen Tag gemacht habe.
Wahrscheinlich geschrieben, Diätpläne geschmiedet und mein Kind genervt 😉

image

image

...der erste gemeinsame Urlaub

image

New year…

Hallo Ihr Lieben,

da bin ich wieder. Tag 19 im neuen Jahr. Ich bin noch immer voll motiviert.

Ich liebe den Jahreswechsel. Mein absolutes Lieblingsritual. Ich schreibe seit Jahren am 31.12. einen Jahresrückblick und einen Ausblick mit Wünschen und Vorhaben für das neue Jahr.
Ebenso gehört zu diesem Ritual, das Geschriebene vom Vorjahr erstmals wieder zu lesen und nach einer freien Jahresbilanz auch noch einen Abgleich mit dem Erhofften und Geplanten des gerade veronnen Jahres vorzunehmen.

Das ist großartig und eine gute Gelegenheit Ballast abzuwerfen.
Wenn dann das neue Jahr frisch und sauber vor mir liegt bin ich in vorfreudiger Aufbruchstimmung, versöhnt mit mir und dem alten Jahr….um einige Erkenntnisse reicher.

Wichtigstes Ziel für 2015 ist die in 2014 bereits begonnene Arbeit an der bewussten Wahrnehmung von Wichtigem und Unwichtigem, sowie dem weisen setzen von Prioritäten und der Schaffung von mehr Raum für Ruhe und Frieden.

Das gelingt mir bislang sehr gut…die kommenden Wochenenden sind kaum verplant. Ich habe auch sonst neben der Arbeit nur noch wenige Verpflichtungen.
Dafür sind die nächsten zwei Urlaube bereits gebucht und weitere zwei Reisen geplant…
dazu kommt voraussichtlicher Familienzuwachs im April – eine Fellnase mit Namen Bolle, der sich schon im Bauch seiner Mama befindet und Ende Januar hoffentlich gesund und munter das Licht der Welt erblicken wird.

Ich bin nun seit 14 Tagen wieder rauchfrei und nach einer intensiven suchttherapeutischen Sitzung ist mir Vieles klarer. Ich werde wohl immer rückfallgefährdet bleiben – gerade weil meine körperliche Abhängigkeit gering ausgeprägt ist, die soziale Komponente des Rauchens jedoch in meinem Unterbewusstsein stark verankert scheint.

Mit Buch, App und suchttherapeutischer Unterstützung sollte es jedoch klappen. Der körperliche Entzug ist jedenfalls durch.
17 Jahre versuche ich nun davon weg zu kommen. Und ich werde nicht aufgeben.

Um nun meine Dopaminrezeptoren mit etwas anderem als Nikotin oder Zucker zu befriedigen, suche ich den Weg zurück zum Sport. Gestern war ich Joggwalken (10k Training + Spazierwalk mit meinem Mann).
Heute war ich bereits ne Runde mit dem Rad unterwegs. Ich bin ausserdem auf der Suche nach einem Crosstrainer für die kalten oder verregneten Tage.

Nun noch ein bisschen an der Ernährung schrauben (leider bringt der Nikotinentzug für 3-4 Monate den Zuckerjieper mit sich)….
Der Plan für diese Woche sieht so aus:
3-4 Mahlzeiten am Tag + Obst und Gemüse zwischendurch, dunkle Schokolade bei Suchtdruck

– Mo-Fr.:
kein Zucker (Stevia zum Süßen des Frühstücks+Mittagsshakes)
Frühstück: Vollkornbrot oder Porridge, Gemüse oder Obst, Kaffee
Mittag: Eiweißshake mit Joghurt/Quark und Obst/Gemüse + Kleinigkeit oder Suppe, lowcarb
Nachmittag: Kaffee + Schokolade, Joghurt/Quark mit Obst oder Gemüse
Abends: Low Carb mit Fleisch/Fisch/Ei/Tofu/Quark und viiiel Gemüse
– Wochenende:
Frühstück: ausgiebig+Alles
Mittag: Eiweißshake
Nachmittag: Kuchen oder sowas
Abends: alles, viel Gemüse, wenig KH

Ich muss versuchen meinen Blutzuckerspiegel wieder in den Griff zu bekommen. Deshalb gibt’s jetzt mal ne Weile lowcarb ab Mittag, in jedem Falle am Abend.
Eiweißpulver ist bestellt und müsste morgen ankommen. Das ist ganz sicher keine Dauerlösung und ganz ohne KH würde ich verrückt werden, deshalb gibts morgens auch ne ordentliche Ladung.

Mal sehen wie alltagstauglich das ist. Mittags ist der Shake jedenfalls ganz praktisch…spare ich mir das Essenmachen auf der Arbeit.

Habe heut zum 1. Mal mit Stevia experimentiert und finde es erstaunlich lecker.
Ansonsten finde ich Süßstoff ja ziemlich ekelhaft.

Freue mich schon auf lowcarb Backexperimente…
Zum Glück ist meine Familie unkompliziert und macht alles mit. Der Teeny bekommt selbstverständlich seine KH auch am Abend 😉

So. Nun muss ich meinen freien Abbummeltag unterbrechen und ein bisschen Arbeiten. Dringender Schreibkram der nicht warten kann muss erledigt werden.

Wie läuft es denn bei Euch so?

Alles Liebe
Laya

image

Silvester am Zinnowitzer Strand

Naja…

…sagen wir mal so-es läuft schleppend. Immerhin schaffe ich es meine Raucherei einzuschränken und keine Kippen mehr zu kaufen. Schnorren ist peinlich (sogar bei meinem Mann) und bremst mich aus. Es ist aber auch wirklich schwer zum Jahresendarbeitsstress auch noch den Entzugsstress auszuhalten. Ab 20.12. hab ich Urlaub – dann gibt es keine Ausreden mehr. Zwei Wochen müssen reichen für nen Entzug.

Ansonsten bin ich endlich wieder am Nadeln.
Wer also noch Bedarf hat – die Gnome sind schnell und preisgünstig nach Wunsch gefertig. Höhe ca. 10cm.

image

image

image

Für die Hundeliebhaber untet euch hier mein Mops mit frisch gefilztem Baby.

image

Wie jedes Jahr gibt’s auch in diesem wieder etwas selbst gemachtes für Verwandte und Freunde. In den letzten Jahren waren es Pralinen, Baiser, Baumkuchen, Gefilztes und so weiter. In diesem Jahr ist die Idee simpel wie genial. Schade, dass ich hier nicht mehr verraten kann um nicht eventuell jemandem die Überraschung zu verderben. Aber im Januar gibt’s Fotos!!!

Mein Sohn hat heute seine erste 10.Klasse Abschlußprüfung gehabt…er war doch gerade noch ein Hosenscheißer…schnief. Jetzt werde ich uns erstmal eine Pizza bestellen. Ergebnis gibt’s dann irgendwann.

Geschenke hab ich fast alle eingekauft. Amazon sei dank. Nur für meinen Liebsten hab ich bisher nur Ideen. Aber ich hoffe auf die Shoppingtour ins Outlet-Center nächste Woche. CL und ich lassen die EC-Karten glühen 🙂

Euch allen eine angenehme Restwoche.

Laya

Escape the trap – again!

Ja. Da bin ich wieder. War lange ruhig hier, weil ich außer sehr privaten Dingen nichts zu erzählen gehabt hätte. Nichts außer, dass schleichend alle guten neuen Dinge in meinem Leben wieder davon gehuscht sind und sich die alten, schlechten Gewohnheiten klammheimlich ihren Platz zurück erobert haben.

Meine 2011 hochmotiviert begonnene Selbstverbesserungsphase, die immerhin gute 2 Jahre angehalten hat und sich in Rauchfreiheit, 12 Kilo Gewichtsverlust und intensiven sportlichen Aktivitäten zeigte, ist vorbei. Bzw. beginnt von Neuem.

Das Gewicht bekomme ich dank Noom Coach (App) ganz gut in den Griff. Die Fehleranalyse hat gezeigt: meine Ziele waren zu hoch gesteckt. Hätte ich mich mit den -12 Kilo zufrieden gegeben, hätte ich sie vermutlich gehalten.

Dazu kommt, dass ich im letzten Jahr (April 2013) eine OP hatte, die ne Weile den Sport verhindert hat. Danach war die Motivation laufen zu gehen nur noch gering und wurde immer weniger.

Ca. 2 Monate später rauchte ich in netter Gesellschaft, Klassenfahrtatmosphäre, nach ein paar Bierchen und am Lagerfeuer meine erste Zigarette nach 2 Jahren und war mir sicher, es würde bei der einen bleiben. Schon am selben Abend wurden es zwei. Dass ich nicht gleich am nächsten und übernächsten Tag weiter rauchen wollte, überzeugte mich nun endlich die Partyraucherin sein zu können, die ich immer sein wollte.
Aus den Geselligkeiten wurden Wochenenden, aus diesen schnell Abende und irgendwie schaffte ich es noch mal ein paar Wochen wieder aufzuhören nur um mir dann ein Päckchen Tabak zu kaufen und wieder richtig anzufangen.

Kurzum: ich bin erneut in die Falle getappt und habe die letzten Monate in meiner alten Rauchweise ca. 10-15 Zigaretten pro Tag geraucht.
An Laufen gehen ist nun wirklich kaum zu denken, ich habs versucht…die Lungen brennen, die Kondition ist im Allerwertesten.

Die erste Kippe am morgen ekelt mich, zwischendurch rauche ich meist unbewusst, am Abend plagt mich das schlechte Gewissen und meine verkleisterten Bronchialästelchen.

Das Positive ist: ich hab endlich wieder etwas, woran ich euch teilhaben lassen kann. Gesundes Gewicht, regelmäßiger Sport und ein rauchfreies Leben. Hatte ich schon, will ich wieder haben.

Eigentlich wollte ich Silvester aufhören, dann hab ich gedacht: nee so lange hältst du die Qualmerei nicht mehr durch. Also zum Start meines Urlaubes am 20.12.
Aber gestern hatte ich dann so die Nase voll…das heute mein 1. rauchfreier Tag des aktuellen Entzugsprogramms ist…

Irgendwer meinte: du fängst doch sowieso wieder an, warum probierst du es überhaupt?
Dumme Frage oder? (es gibt sie doch!)
Ich werde es immer wieder versuchen. Und vielleicht werden es ja diesmal 4 rauchfreie Jahre oder 6…
das Problem mit der Ewigkeit ist, man weiß nicht wann man sie erreicht hat. Also ob ich es für immer schaffe weiß ich erst an meinem letzten Tag.

Also lautet die Devise: Schritt für Schritt. Tag für Tag.

Also bleibt bei mir, drückt die Daumen für Tag 1 und schaut auch sonst wieder regelmäßig vorbei. Ich spüre….es ist eine Welle der Inspiration im Anmarsch.

Alles Liebe
Eure Laya

image

sun trapped in the water

Hier bin ich …

…und nirgendwo anders möchte ich sein. Also manchmal schon. Aber ich sollte nicht. Denn alles ist einfach gut.

Ein Treffen mit einigen alten Bekannten (Mädels) aus der Schulzeit (zum Teil 20 Jahre nicht gesehen) hat mir mal wieder gezeigt wie sich die Dinge im Laufe des Lebens relativieren.

Es hat mir aber auch gezeigt wie viel Macht eine verkorkste Selbstwahrnehmung hat, deren Bild sich schon sehr früh auf die kindliche Kopfkinoleinwand gebrannt hat.

Nur zum ersten Mal in meinem Leben war ich mir für einen intensiven Moment sicher: dieses Bild ist absolut falsch.
Und ich kenne mich. Einmal an einem bestimmten Punkt die Wahrheit berührt, kommt sie mir zwar zwischendurch auch mal abhanden, bleibt aber stetig in der Nähe und schleift die alten Glaubensätze nach und nach ab.

Diese Erlebnisse positiver Selbstbestätigung haben sich in den letzten Wochen gehäuft.
2. Beispiel: Meine Untersuchungsergebnisse der 1. Vorsorgeuntersuchung (ü35):
ich bin kerngesund mit einem Bilderbuchblutdruck, Strebercholesterinwerten und grandiosem Zuckerspiegel.

Das bestätigt mich in 2 Dingen:
1.) es lohnt sich an meiner Gesundheit zu arbeiten und
2.) ich kann aufhören mich damit zu stressen.
Schließlich ist Stress mein größter Risikofaktor. Also es IST der größte überhaupt.
Er verursacht Übergewicht, Krebs, Herzleiden, Abhängigkeit, Depressionen und Falten. 🙂

Daher ist meine Ü35 Challenge: Stressabbau. Da Stress immer selbst gemacht ist, dürften sich schnell Erfolge einstellen…vor allem wenn ich mich auf die Verbesserung meines Selbstbildes konzentriere.

Was war noch so los die letzten Wochen?
Ich habe einen Schauspielworkshop besucht, trainiere probehalber bei einer bestehenden Improgruppe mit und suche gleichzeitig nach weiteren Möglichkeiten endlich zu spielen und nicht nur zu workshoppen.

Ich habe einen 10tägigen Zuckerentzug gemacht. Das hat mir gut gefallen. Nun versuche ich den Zucker so wie den Alkohol als Genußmittel zu gebrauchen und nicht als Suchtmittel zu missbrauchen.
Achtsamkeit in der Ernährung ohne Stress.
Ich habe meinen ersten Joghurt selbst gezüchtet. Das ist lecker, preiswert und umweltfreundlich.

Auf der Arbeit steht ein großes Sommerfest an, welches ich zu einem Hauptteil mitorganisiere. Das stresst mich ein bisschen. Also genauer gesagt: da stresse ich mich selbst und mache mir totalen Druck. Aber ich bin zufrieden, dass ich mir dessen bewusst bin und versuche mich nicht noch mehr zu stressen, in dem ich auch noch krampfhaft versuche mir den Stress zu verbieten. 🙂
Ausserdem widme ich mich intensiv einem Thema, das mich schon seit anfang letzten Jahres bewegt: der Frage wie wir in unserer Arbeit queeren Jugendlichen (also trans*, schwul/lesbisch,bi*, inter*) einen geschützten und annehmenden Rahmen bieten können. Die Diskussion um Gleichstellung und Akzeptanz von queeren Menschen ist ja zum Glück in vollem Gange. Die Realität sieht aber leider so aus, dass Jugendliche mit vielfältigen geschlechtlichen und/oder sexuellen Identitäten auf eine durchweg heteronormative Umwelt treffen. Die Alternative ist, sich nur in queeren Lebenswelten zu bewegen. Das unterstützt aber eher die Trennung als das Ziel, Vielfalt in jeder Hinsicht zur Normalität in unserer Gesellschaft werden zu lassen.
Die Kampagne von enough is enough zum internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie stellt die geniale Frage: wann hast du entschieden hetero zu sein?
Diese Frage ist mehr als genial denn du kannst hetero auch durch “deutsch”, “gesund” und so weiter ersetzen.
Die Auseinandersetzung mit dem Kampf um Akzeptanz stärkt mich (und hier schließt sich der Kreis) meinen eigenen Kampf (seit der Pubertät) um das Andersseindürfen wieder aufzunehmen. Bzw. in neue Bahnen zu lenken.

Es beginnt damit, dass ich seit ein paar Tagen jeden Morgen meinem Spiegelbild zulache und mich freue gesund, kurvig und geliebt zu sein.

In diesem Sinne! Eine liebevolle Zeit.

Èure Laya

Flow

Flow, flow, flow your thoughts gently down your mind….carefully, carefully, carefully, carefully….something grows inside….

Ein Quell bunten Rauschens in meiner Mitte…drumherum Spinnengeweb aus Zweifeln und pechschwarzer Angst. Der Strom durchbricht die Netzstruktur, ein paar Gedanken verheddern sich in den Klebrigen Fäden der Unsicherheit.

Doch der Fluß ist unaufhaltsam.

In langen Stunden, Tagen, Wochen, Monaten, Jahren suchte ich. Suche ich. Und finde hier und da die Quelle.

Setze mich auf ein gläsernes Floß und lasse mich treiben durch Schmerz und Tränen, wilde Gier und zarte Sehnsucht, Heiterkeit, Melancholie, Hysterie, naiven Glauben und agressive Hoffnungen, wahre Gesichter und aufgesetze Stimmen.
Schau Spieler!
Sie tragen Tiermasken.
Schau Menschen!
Sie tragen Unschuld, ja Angst auf ihren Schultern und Fragen in den Augen: liebst du mich? Bin ich es wert? Kann ich es ertragen? Wird es weh tun?

Und aus ihren Poren strömt die Neugier.

Und ein Gedanke fließt durch mein Gehirn. Vorsichtig. Halten. Gehenlassen. Verformen. Performen. Liebkosen. Verstoßen. Umarmen. Erbarmen.

Etwas beginnt zu wachsen.

Von Nadeln

Huhu liebe Gemeinde,

nach dem mein letzter Blog keinerlei Resonanzen hervorrief, versuche ich es heute mal mit einem reißerischen Thema: Nadeln.

An alle ritzfreudigen Emokinder: versucht es doch mal mit einem wunderbaren Hobby: dem Nadelfilzen.
Die dazu nötigen fiesen, kleinen Arbeitsgeräte sind seeeehr dünn und seeehr spitz. Man ist so schnell am Daumenknochen angekommen. Einfach super. Das ist ein Schmerz der jeden Borderliner mit Hang zu Selbstverstümmelung in masochistische Ekstase versetzt.
Besonders schmerzhaft sind die Stiche in die Handkante und in den weichen, elastischen Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger. (der hat doch bestimmt einen Namen oder?)

Wer bislang noch nach einem tollen Hobby sucht oder seine sexuellen Spielräume erweitern will (Shades of Grey Lesson 399) oder seinem inneren Schmerz Ausdruck verleihen möchte ohne alles voll zu bluten und hässliche Narben zu behalten…ich gebe Kurse (FILZEN) und Inspirationen (sonstiges).

image

Morgen um 7:45 Uhr muss ich übrigens NÜCHTERN bei meiner Hausärztin erscheinen. Diese fühlte sich bei der letzten Visite bemüßigt mir mitzuteilen, dass ich ja demnächst 35 werde (MOI????)und mir eine Vorsorgeuntersuchung zustünde. ……

Ich hasse Nadeln.

Gute N8 😉 

‘Look Up’

Presenting: Gary Turk – ‘Look Up’: http://youtu.be/llZ5514puNY

Guten Morgen allerseits,

dieses Video habe ich gerade auf facebook gefunden. Ich finde es sehr eindrucksvoll.
Wieviel Zeit verschwende ich mit dem Blick aufs Display?

Und wie viel schlimmer iat es erst bei meinem Sohn?

Andererseits…finde ich das ganze auch zu extrem. Ich kenne niemanden der nur vorm Display hängt.
Trotzdem ist es wichtig achtsam zu sein und den medialen Sog kritisch im Auge zu behalten…wobei das meiner Meinung nach seit der Erfindung des Fernsehapparates gilt. Oder schon seit der Massenverbreitung von Büchern?

Soziale Isolation ist sicher nicht die Schuld von Handy, Ipad und Co.
Aber sie machen es leichter…Langeweile ist kaum noch möglich denn jeden Tag gibt es neue Apps.
Social Media ist leichter zu pflegen als echte Freundschaften. Es lässt sich prima verstecken und verstellen. Das ist in der Realität auch möglich. Aber nicht ganz so einfach.

Ich empfinde es als Bereicherung und versuche bewusster damit umzugehen. Deshalb schalte ich jetzt mein Display aus und ziehe die Laufsachen an.
Dann schalte ich mein Display wieder ein und nutze Runtastic, den 10k Lauftrainer und Audible.
Alles gleichzeitig. 🙂
Kilometer zählen motiviert mich. Ohne würde ich eben einfach weder laufen noch lange Strecken radfahren.
Der Lauftrainer sorgt dafür das ich so laufe, dass mir nicht die Puste ausgeht und ich die Lust verliere.
Audible liest mir tolle Bücher vor.
Ich genieße trotzdem die frische Luft, grüße meine Mitjogger*innen und nehme die saftige, grüne Umgebung wahr.

Over and out.

Hugs Laya

image